PEPPOL wurde ursprünglich entwickelt, um den elektronischen Beschaffungsprozess im öffentlichen Sektor innerhalb Europas zu vereinfachen. Heute wird das Netzwerk weltweit genutzt und unterstützt den sicheren Austausch verschiedener elektronischer Geschäftsdokumente wie Rechnungen, Bestellungen oder Versandavis. Grundlage dafür sind einheitliche technische Standards und standardisierte Dokumentenformate, die eine systemübergreifende Kommunikation ermöglichen.
Im Gegensatz zu einem klassischen Übertragungsweg wie E-Mail ist PEPPOL ein geschlossenes Netzwerk mit zertifizierten Access Points. Unternehmen senden ihre Dokumente nicht direkt an den Empfänger, sondern über einen autorisierten PEPPOL-Zugangspunkt. Dadurch werden Identität, Sicherheit und Standardisierung gewährleistet.
Für Unternehmen gewinnt PEPPOL insbesondere durch die zunehmende Digitalisierung des Rechnungswesens und gesetzliche Anforderungen rund um die E-Rechnung immer mehr an Bedeutung. Moderne ERP– und Dokumentenmanagement-Systeme können den Versand und Empfang von PEPPOL-Dokumenten automatisieren und revisionssicher dokumentieren. Dadurch lassen sich Purchase-to-Pay– (P2P) und Order-to-Cash-Prozesse (O2C) effizient digitalisieren.
| PEPPOL |
E-Mail |
| Standardisierter Dokumentenaustausch |
Freie Dokumentenformate |
| Zertifizierte Access Points |
Direkter Versand zwischen Absender und Empfänger |
| Hohe Datensicherheit |
Abhängig von Mail-Sicherheitsmaßnahmen |
| Automatisierte Verarbeitung |
Häufig manuelle Verarbeitung erforderlich |
| International etablierter Standard |
Kein einheitlicher Standard für Geschäftsdokumente |