Der Purchase-to-Pay-Prozess beginnt mit einer Bedarfsmeldung innerhalb eines Unternehmens. Nach der Genehmigung wird eine Bestellung ausgelöst, die Lieferung geprüft und anschließend die Rechnung verarbeitet und bezahlt. Damit verknüpft der P2P-Prozess operative Einkaufsprozesse mit der Kreditorenbuchhaltung.
In der Praxis ist der Prozess stark dokumentengetrieben: Bestellanforderungen, Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen und Zahlungsbelege müssen verarbeitet, geprüft und revisionssicher archiviert werden. Gerade im Kontext von Dokumentenmanagement und SAP-Systemen spielt die digitale Abbildung des P2P-Prozesses eine zentrale Rolle, um Medienbrüche zu vermeiden und Transparenz zu schaffen.
Strategisch betrachtet hat der P2P-Prozess großen Einfluss auf Liquidität, Kostenkontrolle und Compliance. Fehlerhafte oder verspätete Rechnungsverarbeitung kann Skontoverluste verursachen, während fehlende Freigabemechanismen finanzielle Risiken bergen. Deshalb gilt der P2P-Prozess als einer der wichtigsten Ansatzpunkte für Prozessautomatisierung und Digitalisierung im Finanz- und Einkaufsbereich.
| Manueller Prozess |
Digitaler P2P-Prozess |
| Papierbasierte Rechnungen |
Elektronischer Rechnungseingang |
| Manuelle Freigabe |
Digitale Workflow-Freigaben |
| Hoher Prüfaufwand |
Automatisierter 3-Way-Match |
| Geringe Transparenz |
Echtzeit-Reporting |
| Archiv in Ordnerstrukturen |
Revisionssichere digitale Archivierung |